Menschen, Medien, Technologie

Meltdown/Spectre, Wirklichkeit, NetzDG

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Episode 32, veröffentlicht am 2018-01-08

Auch wenn zunächst der Herstellername Intel fiel und AMD sich als nicht betroffen sah: Viele Hersteller sind von einer Sicherheitslücke betroffen, die durch Updates der Betriebssysteme gepatcht werden kann, aber die Computersysteme verlangsamen dürfte, je nach Art des Workloads.

Im Prinzip ist jeder Computer und jedes Smartphones weltweit betroffen, denn die Lücke entsteht dort, wo Leistung durch Vorausberechnung eigentlich optimiert werden sollte. Ergebnisse dieser spekulativen Vorausberechnungen (daher der Name „Spectre“).

Die ausführlichste und akurateste Analyse auf Deutsch dürfte derzeit bei heise.de zu lesen sein, die – etwas überraschend – erst nach der Eilmeldung von Spiegel Netzwelt einen Artikel veröffentlicht haben.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Analyse-zur-Prozessorluecke-Meltdown-und-Spectre-sind-ein-Security-Supergau-3935124.html

Eine zentrale Rolle bei der Untersuchung und Aufbereitung der Sicherheitsproblematiken mit Chips spielt das Google Zero Projekt. Hier der Blogbeitrag von Google dazu:

https://googleprojectzero.blogspot.de/

 

Seit Anfang dieses Jahres gilt nun das Netzwerkdurchsetzungsgesetz, kurz NetzDG und produzierte schon einige kleine Skandale: Ein Tweet von Beatrix von Storch wurde gesperrt, dann auch einer des Satiremagazins Titanic.  Schnell wurden unberechtigte Zensur-Vorwürfe laut.

Allerdings können Twitter und Facebook sperren wen sie wollen, Beiträgen Sichtbarkeit geben oder nicht.

Was das NetzDG vielleicht triggert, ist das schnelle und häufigere Löschen von Userbeiträgen, die ihnen problematisch erscheinen. Zensur aber ist das nicht.

Marc Zuckerberg will übrigens sein facebook in Sachen Hatespeech, russischer Wahlpropaganda etc. in Ordnung bringen. das hat er sich vorgenommen, als Jahreschallenge, so wie einst Mandarin-Lernen oder durch die USA zu laufen.

https://www.recode.net/2018/1/4/16849612/mark-zuckerberg-fix-facebook-personal-challenge-2018

 

Bleibt die Wirklichkeit als solche noch lange erkennbar? Das ist eine Frage, die in einem LinkedIn-Beitrag aufgeworfen worden ist:

https://www.linkedin.com/pulse/disrupt-reality-uns-wird-hören-und-sehen-vergehen-miriam-meckel

Ausgangspunkt der Frage waren Entwicklungen wie die von Nvidia (bekannt als Grafikkartenhersteller), die in Kooperation mit einer Universität ein Verfahren beschreiben, das auf KI basiert und mit dem fotorealistische Bilder hergestellt werden können, die es die Wirklichkeit gar nicht gibt. Das funktioniert mit Gesichtern von Prominenten, mit Tierbildern, Räumen in Wohnungen oder Büros, Landschaften. Aus einem Winterlandschaftsbild kann man ein Sommerbild generieren.

Ein eindrucksvolles Video mit Ergebnissen hier:

https://www.youtube.com/watch?v=XOxxPcy5Gr4&feature=youtu.be

Die Beschreibung des Forschungsprojekts

http://research.nvidia.com/publication/2017-10_Progressive-Growing-of

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